Oder: Wie wichtig ist der vergoldete Kontakt bei einem Steckverbinder wirklich? Vorneweg: Pins aus reinem Gold wären nicht nur unbezahlbar, sondern technisch nicht wirklich sinnvoll. Denn das Schwermetall Gold ist unlegiert sehr weich und es würde schon nach wenigen Steckzyklen brechen. Zumeist wird ein vernickelter Pin vergoldet oder es werden - um die Härte oder Oberflächenbeschaffenheit zu beeinflussen - Legierungen in Verbindungen mit Silber oder Kupfer verwendet. Die meisten Steckverbinder sind nur leicht vergoldet und günstige Cinchverbinder sogar oftmals nur lackiert, d.h. ein unverhältnismäßig günstiger Steckverbinder kann unmöglich vergoldet sein. Der gute Leitwert von Gold ist auch nur nutzbar wenn sowohl die Buchse als auch der Stecker vergoldet sind. Denn ist dies nicht der Fall, so würde die härtere Legierung das weiche Gold einfach herunterkratzen und es würde sich Oxyd bilden. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist die Qualität des Goldes für den Laien nicht an der Farbe erkennbar, da bei Steckverbindern oftmals für verschiedene Anwendungen und Steckzyklen komplexe Legierungen eingesetzt werden.